Amtshauptleute von Flöha: 1874 bis 1938 ◊

Falkenau gehörte bis 1856 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Augustusburg, das im späten 16. Jahrhundert aus dem „Amt“ bzw. der „Pflege Schellenberg“ hervorgegangen war. Dessen Ursprünge lagen wiederum in der reichsunmittelbaren „Herrschaft Schellenberg“, die bis ins 14. Jahrhundert Bestand hatte.

Nach dem Ende der sächsischen Ämterverfassung 1856 lag Falkenau im Zuständigkeitsbereich des Gerichtsamts Augustusburg. Ab 1875 – nach einer umfassenden Verwaltungsreform im Königreich Sachsen – gehörte Falkenau schließlich zur Amtshauptmannschaft Flöha, die aus den Bezirken der Gerichtsämter Augustusburg (ohne die Gemeinden Euba, Großwaltersdorf und Kleinhartmannsdorf), Frankenberg, Oederan, Zschopau (ohne die Gemeinde Kemtau) und der Gemeinde Hohndorf vom Gerichtsamt Wolkenstein gebildet wurde. Diese Amtshauptmannschaft hatte bis 1938 Bestand, danach wurde daraus der Landkreis (bis 1952) bzw. der Kreis Flöha (bis 1994, von 1990 bis 1994 wieder als "Landkreis Flöha").

Der Sitz der Amtshauptmannschaft war in Flöha, erst am Schulberg, ab 1876 in Plaue.

 

Die Amtshauptmannschaft Flöha

20. Jahrhundert

1938

 

 

Woldemar Kalkoff

1934

bis

1. Nov. 1937

Helmuth Haupt

1925

bis

1934

Richard Oesterhelt

1923

bis

1925

Bernhard Kuhnt

1921

bis

1923

Wolfgang Schettler

1919

bis

1921

Friedrich Ilberg

1. Nov. 1910

bis

1919

Franz R. Edelmann

1. Nov. 1909

bis

31. Okt. 1910

Ernst Thiele

1. Juli 1904

bis

2. Sept. 1909

Karl Dost

1. April 1901

bis

30. Juni 1904

Kurt Morgenstern

 

19. Jahrhundert

1. April 1897

bis

28. Febr. 1901

Hugo von Loeben

3. Okt. 1892

bis

31. März 1897

Hans von Teubern

1. März 1884

bis

30. Sept. 1892

Julius von Gehe

1. Mai 1882

bis

22. Febr. 1884

Maximilian Forker-Schubauer

1. April 1882

bis

30. April 1882

Anselm Rumpelt (interim)

15. Okt. 1874

bis

30. März 1882

Paul von Weissenbach

 

Literatur

L. Schreiter, Eine Chronik von Flöha. Stadtverwaltung (Flöha 1998) S. 56.
K. Schumann et al., Das mittlere Zschopaugebiet, Werte unserer Heimat 28 (Berlin 1977) S. 19.