Die Toten des Ersten Weltkriegs: Das Jahr 1914

Erster Weltkrieg
GND 4079163-4
Daten
Beginn 28. Juli 1914
Ende 11. November 1918
Dauer 4 Jahre, 3 Monate und 14 Tage
Ergebnis ca. 17 Mio. Tote

Der Erste Weltkrieg, auch bekannt als "der Große Krieg", gilt mit seinen ca. 17 Mio. Todesopfern als einer der tödlichsten Konflikte in der Geschichte der Menschheit. Auch in der Gemeinde Falkenau hinterließ er seit seinem Ausbruch im Sommer 1914 seine Spuren: Von den Einwohnern, die eingezogen und als Soldaten in den Krieg geschickt wurden, ließen 72 ihr Leben. Sie endeten meist als Kanonenfutter in den Schützengräben. 34 weitere galten als vemisst oder gerieten in Gefangenschaft.

Ihre Namen wurden u.a. in den deutschen Verlustlisten des Ersten Weltkrieges veröffentlicht. Dabei handelt es sich um amtliche Mitteilungen der preußischen Regierung über die Verluste aus den Jahren 1914 bis 1919 für die gesamten Streitkräfte des Deutschen Kaiserreichs. Die Listen erschienen u. a. im Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger (Hinweis: Die Bemerkungen zum Sterbeort sind ungeprüft, die Schreibungen der Ortsangaben können je nach Quelle variieren). Auszüge aus diesen Listen wurden auch in den lokalen Sächsischen Tageszeitungen und Wochenblättern verbreitet.

 

Im Jahr 1914 fielen vier der aus Falkenau stammenden Soldaten. Sie wurden im Durchschnitt knapp 27 Jahre alt.

Nachname

Vorname

Regiment etc.

Alter

Todestag

Todesort

Rudolph
Kurt Alfred
2. Feldartillerie-Reg. 28, 1. Leichte Munitionskolonne
23 J.
20. Okt.
Braunschweig, im Lazarett
Staudenmeier
Anton
 
26 J.
22. Nov.
bei Podgorze (südl. von Krakau)
Streubel
Emil Hermann
Reserve-Infanterie-Regiment 103
29 J.
26. Sept.
bei Prosnes
Weise
Reinhard Karl
Infanterie-Regiment 177
28 J.
30. Aug.
in Vauzelles

 

Zu den Vermissten zählten die folgenden Personen:

Nachname

Vorname

Regiment etc.

Alter

Vermisst seit (min.)

 

Schäfer
Richard Hermann
Landwehr-Infanterie-Regiment 102
 
16. Sept.
 
Schulze
Emil
 
30 J.
13. Sept.
 
Wiedmann
Paul Alfred
Infanterie-Regiment 103
 
Okt.?
 

 

Außerdem zu erwähnen ist der Kanonier Paul Kurt Neubert aus Falkenau bei Flöha, der am 28. Juli 1914 auf dem Truppenübungsplatz in Königsbrück bei einer Übung unter ein Geschütz geriet und tödliche Verletzungen davontrug.

Leipziger Tageblatt und Handelszeitung Nr. 386 vom 01. August 1914, S. 8.

 

Fußnoten

  1. Leipziger Tageblatt und Handelszeitung Nr. 386 vom 01. August 1914, S. 8.

 

Literatur

H. Hänsch, 625 Jahre Falkenau. Beiträge zur Geschichte (Falkenau i. Sa. 2002) S. 38.
Verein für Computergenealogie (CompGen) e. V. (Hrsg.), Verlustlisten Erster Weltkrieg (Köln 2024).